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Natürlich nur mit Null-
Informationen vom Gießener Tierheim zur Eier-
Es nähert sich die Osterzeit: Und damit erhöht sich der Konsum von Hühnereiern enorm.
Farbige Eier, harte Eier, ausgeblasene bemalte Eier in allen Varianten. Grundlage ist immer das Hühnerei, wenn wir die schokoladige Variante mal außen vor lassen! Wenn wir uns in den Geschäften umschauen, sieht man auf den Packungen immer eindrucksvolle braune oder weiße Hühner im grünen Gras herumpicken, mit viel Platz zum Laufen und scharren.Aber wir wissen alle, dass uns da häufig nur eine schöne Vorstellung präsentiert wird.Aber was bedeutet denn: Bodenhaltung, Freilauf, Bio oder Käfigeier?Es soll sich doch so vieles gebessert haben, die Hühner haben doch jetzt mehr Platz, das haben wir doch gehört.Ja, das haben sie tatsächlich.
Bis 2008 standen jedem Tier in der Käfighaltung nur eine Grundfläche von sage und schreibe 2 Drittel eines Schreibmaschinenblattes DIN A 4 zu, also 550qcm. Dort konnte sich das Huhn nicht einmal auf den Boden setzen. Die "großartige" Verbesserung besteht darin, dass seit 2009 dem einzelnen Tier 750 Quadratzentimeter zur Verfügung stehen! Da ist weiterhin kein Platz, sich artgerecht zu bewegen, geschweige denn im Gras zu laufen und nach Futter zu picken.Diese Haltungsform weiterhin in Gruppen in Drahtkäfigen(3) ist keinesfalls artgerecht, sondern Quälerei! Die Tiere hocken eng aufeinander, und haben oft ihre Schnäbel beschnitten, damit sie sich nicht gegenseitig tot hacken.Die Haltung am Boden(2) ist schon etwas besser. Die Tiere sitzen wenigstens nicht auf Drahtgeflecht, das die Füße verkrüppelt und den Tieren Schmerzen bereitet.Dort haben die Hennen immerhin zu siebt max. 1 qm Platz. Stellen Sie sich bitte vor, wie viel das pro Huhn wirklich ist! Immerhin ist es vorgeschrieben, dass ein Teil des Bodens mit Streumaterial ausgelegt sein muss, damit die Tiere scharren können. Damit ist die Krallenabnutzung hier normal, die Knochen sind fester durch die Bewegungsmöglichkeit.Allerdings kommen die Hennen mit Kot in Berührung, sie können sich dort leichter mit Parasiten infizieren und krank werden. Der Einsatz von Medikamenten ist dadurch höher.In der Freilandhaltung (1) steht den Hennen neben dem Stall immerhin eine Fläche von mindestens 10 qm Freilauf zur Verfügung. Diese muss begrünt sein, Bäume und Sträucher, oder ein Unterstand müssen vorhanden sein, damit sich die Tiere vor natürlichen Feinden in Sicherheit bringen können. Tagsüber müssen sie freien Zugang zu den Freiläufen haben. Leider beträgt der Anteil der Eier aus Freilandhaltung bisher nur 11 %!
Und hier setzt unsere Verantwortung ein:Wir haben es doch in der Hand! Wir Verbraucher als Abnehmer der Eier brauchen doch nur nicht zu den Billig-
Der Tierschutzverein Gießen bittet Sie persönlich als Verbraucher, unbedingt auch an die Tiere zu denken!
Die Bioeier stammen immer aus Freilandhaltung! Außerdem steht im Stall 6 Tieren mindestens 1 qm Fläche zu. Auch werden die Schnäbel nicht auf brutale Weise gekürzt.Das Futter kommt aus ökologischem Anbau. Tageslicht steht ihnen zu und Staubbaden muss möglich sein.
Bitte: Achten Sie auf die Kennzeichnung auf jedem Ei:
Eier: natürlich nur mit Null!
Jedes Ei hat heute einen Stempel, an dem wir die Haltung der Henne ablesen können.
3 bedeutet Käfigeier,
2 sind die Eier aus Bodenhaltung,
1 aus Freilandhaltung,
0 aus Biohaltung
Wenn wir uns alle bemühen, möglichst nur Eier mit der
Kennzeichnung 0 zu kaufen, hat das irgendwann große Auswirkungen auf die Haltungsbedingungen für die Hühner!
Dass sie ein paar Cent mehr kosten, ist verständlich: Wir sollten uns in allen Bereichen von der Geiz ist geil Mentalität verabschieden und bereit sein, für gute Lebensmittel auch den Preis zu bezahlen, den es wert ist!
Hier nochmal eine Übersicht: