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Katzen kastrieren lassen

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Katzen bitte kastrieren lassen!

Jedes Frühjahr und jeden Herbst ist die Zeit, in der die Katzenwelpen in großer Anzahl geboren werden. Viele frei lebende Katzen, die niemandem gehören, werfen ihre Jungen in Gärten, Scheunen oder in anderen Verstecken. Oftmals findet man die Jungen erst, wenn sie schon größer sind und selbst umher laufen. Dann werden sie von tierlieben Menschen aufgesammelt und in das Tierheim Gießen gebracht. In dieser Zeit kommen viele Würfe an, ganz kleine Welpen mit Mama, die oft erst in speziellen Katzenfallen gefangen werden, oder nur die Jungtiere allein. Von dort werden sie im Giessener Tierheim sofort auf Pflegestellen weitergegeben, Die kleinen Tiere müssen alle zwei Stunden mit Milch gefüttert werden, dann wird das Bäuchlein leicht massiert, damit der Kot ausgeschieden werden kann, all dies auch in der Nacht.



So niedlich sie sind: es ist eine zeitaufwendige Arbeit, die Welpen groß zu ziehen. Es erfordert viel Tierliebe, das nächtliche Aufstehen über mehrere Wochen durchzuhalten.
Das sind die Tiere die Glück hatten.
Viele andere werden "entsorgt", in den Müll gegeben, ausgesetzt, in Kästen irgendwo abgestellt und damit ihrem Schicksal überlassen. Viele Katzenbabys überleben das nicht. Sie verhungern oder werden nicht rechtzeitig gefunden und überleben die Krankheiten nicht.
Viele Hauskatzen mit einem Zuhause werden auch heute noch nicht kastriert und bringen plötzlich ihre Jungen an, da den Besitzern die rechtzeitige Kastration zu aufwendig war. Viele dieser Tiere werden mit ca. 8 Wochen ins Tierheim gebracht, da die Impfungen und tierärztlichen Behandlungen der Krankheiten - wie Katzenschnupfen - zu unbequem sind.
Deshalb ruft der Tierschutzverein Gießen
dringend dazu auf, dass Katzenbesitzer ihre eigenen Tiere kastrieren lassen.
Der Tierschutzverein Gießen erinnert nochmal alle Katzenbesitzer daran, jetzt spätestens ihre Tiere kastrieren zu lassen. Der nächste Frühling kommt bestimmt und die Kätzinnen werden wieder rollig. Wieder werden ganze Würfe überflüssig geboren, die im Freundes- und Bekanntenkreis oder gar über eine Zeitungsannonce nicht unterzubringen sind und im Tierheim landen. Eine Katze kann in ihrem Leben für über 80 Millionen Nachkommen sorgen, denn pro Wurf können 2 bis 8 Junge geboren werden und das bis zu dreimal im Jahr. Die Aussage, dass Katzen vor einer Kastration mindestens einmal geworfen haben müssen ist auch wissenschaftlich widerlegt. Hinzu kommt, dass eine Kastration für den Tierarzt eine Standard- OP ist, die für das Tier ungefährlich und schmerzlos ist. Eine unkastrierte weibliche Katze ohne Freigang kann dauerhaft rollig werden, so dass die vielen Hormone schädigend wirken. Kastrierte Katzen sind mehr menschenbezogen, hinterlassen keine übelriechenden Markierungen in der Wohnung, streunen weniger und sind weniger aggressiv. Außerdem ist das Risiko hormoneller Erkrankungen geringer und die Lebenserwartung des Tieres steigt.
Bitte vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei Ihrem Tierarzt zur Kastration, denn nicht nur bei uns sondern in allen Tierheimen warten immer noch Babys, die im Tierheim geimpft und gesund gepflegt wurden und nun neue Dosenöffner und Familienanschluss suchen.


A. Achenbach-Heinzerling




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